Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Flensburg

In der letzten Sommerferienwoche, vom 09.09. bis 13.09.2026 nahm die Jugendfeuerwehr Bad Wörishofen wieder am Zeltlager der Jugendfeuerwehr Unterallgäu teil. Dieses Jahr fand das Zeltlager im Hüttendorf Tydal bei Eggebeck (nahe Flensburg) statt. Aufgrund der Partnerschaft der Jugendfeuerwehr Unterallgäu mit der Jugendfeuerwehr Flensburg seit einigen Jahren, findet das Zeltlager in regelmäßigen Abständen auch im hohen Norden statt.

Am Mittwoch ging es für die Jugendlichen frühmorgens um 06:00 Uhr mit dem Bus los auf die lange Reise in den Norden. Vor uns lagen ca. 12 Stunden Busfahrt. Nachdem in Erkheim die restlichen Jugendfeuerwehren zugestiegen waren, begann die Busfahrt entlang der A7. Glücklicherweise konnten wir nahezu die gesamte Strecke ohne Stau zurücklegen, sodass wir gegen 18 Uhr in Tydal eintrafen. Vor Ort erwartete uns bereits das vorab angereiste Küchenteam mit Hotdogs zum Abendessen. Nach dem Abendessen und dem Bezug der Zimmer ging es schon bald zur Nachtruhe, da die lange Busfahrt uns allen in den Knochen steckte.

Frisch erholt starteten wir am nächsten Tag nach dem Frühstück nach Flensburg. Hier gab uns der ehemalige Landesjugendfeuerwehrwart Schleswig-Holsteins, Sascha Keßler, eine Führung durch die Innenstadt und den Hafen, bei der wir einiges über die Geschichte Flensburgs erfahren durften. Anschließend legten wir eine Mittagspause am Strand der Ostsee ein, um unsere Lunchpakete zu verzehren. Nachmittags hatten wir dann noch Zeit zur freien Verfügung, um Flensburg zu erkunden, bevor es zurück ins Hüttendorf ging. Nach dem Abendessen ließen wir den Abend bei einer Nachtwanderung über das ca. 75 Ha. große Gelände abenteuerlich ausklingen. Hierbei gab es an der ein- oder anderen Stelle auch zeitweise kurze Schreckmomente, wenn eine der vorher versteckten Mimen in der Dunkelheit plötzlich vor- oder hinter der Gruppe auftauchte.

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus nach Dänemark. Hier durften wir die Freiwillige Feuerwehr Aabenraa besuchen. Wir bekamen ausführlich die verschiedenen Fahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes erklärt. Eine große Besonderheit in Dänemark ist, dass die Fahrzeuge mangels öffentlichen Hydranten häufig deutlich mehr Löschwasser mitführen als in Deutschland üblich. So hat das Hilfeleistungslöschfahrzeug, welches vergleichsweise in Deutschland 2.000 Liter Löschwasser mitführt, in Dänemark 5.000 Liter Löschwasser an Board. Ebenso gab es Sonderfahrzeuge wie eine Drehleiter, einen CBRN-Erkunder, eine Drohneneinheit und ein Rettungsboot zu bestaunen. Auch der Rettungsdienst ist im Vergleich zu Deutschland anders aufgestellt, besonders interessant war hierbei, dass die Dokumentation und Abwicklung der Behandlung ausschließlich digital erfolgt.

Nach dem Besuch der Feuerwehr ging es noch an den Hafen von Aabenraa, an dem zufällig das Hafenfest stattfand. Hier konnten die Jugendlichen neben riesigen Kränen, Radladern und LKW´s als Highlight die Deutsche Fregatte „Sachsen-Anhalt“ der deutschen Marine besichtigen. Nach diesem sehr eindrucksvollen Tag ging es zurück ins Hüttendorf Tydal, wo wir uns nach dem Abendessen gemeinsam am Lagerfeuer versammelten, um den Tag ausklingen zu lassen und die gesammelten Eindrücke auszutauschen.

Am letzten Tag vor der Abreise stand die Abnahme der Jugendflamme Schleswig-Holstein (Stufe 1) auf dem Programm. Um das Abzeichen zu erhalten, mussten die Jugendlichen einen fiktiven Notruf mit den 5W-Fragen absetzen, Schläuche ausrollen, einen Konten absolvieren und 3 Feuerwehrtechnische Gerätschaften erklären. Alle Jugendlichen erfüllten die Aufgaben mit Bravour, sodass vor dem Mittagessen die Jugendflamme SH Stufe 1 an alle Teilnehmer feierlich überreicht werden konnte.

Um den letzten Tag ausklingen zu lassen und das riesige Gelände nochmal ausführlich zu erkunden, stand am Nachmittag eine Schnitzeljagd auf dem Programm. Insgesamt 18 versteckte Holzpfeiler mussten die Jugendlichen verteilt auf dem 75 Ha. großen Gelände finden und die Lösungsbuchstaben notieren. Um etwas Hilfestellung zu geben, erhielt jede Gruppe eine Karte des Geländes mit der ungefähren Position der Holzpfeiler. Hier stellte sich schnell heraus, wer bereits Übung im Kartenlesen hatte oder wo noch Verbesserungspotential herrscht.

Nach 2-3 Stunden kehrten die Gruppen nach und nach mit den Lösungen zurück an den Start, wo die Dauer und Richtigkeit der Lösungen anschließend ausgewertet wurde.

Vor dem Abendessen erfolgte dann die Siegerehrung der Schnitzeljagd. Die Jugendfeuerwehr Türkheim-Wiedergeltingen gewann mit knapp 2 Stunden Zeit und nur einem Fehler die Schnitzeljagd. Herzlichen Glückwunsch nochmal!

Nach dem Abendessen ging es dann früh zur Nachtruhe, da die Rückfahrt für den nächsten Tag bereits um 05:00 Uhr morgens startete.

Es war wieder ein schönes Zeltlager mit viel Spaß und neuen Kontakten, wir freuen uns schon auf nächstes Jahr in Bad Wörishofen!

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