Unwettereinsätze

Unwetter sorgt für zahlreiche Einsätze – Feuerwehr Bad Wörishofen bis in die Morgenstunden gefordert

Ein massives Unwetter mit kurzzeitigem Starkregen, Hagel und starken Windböen erreichte den Bereich Bad Wörishofen am Dienstagabend, 14. Juli 2026, gegen 20:45 Uhr und führte innerhalb kürzester Zeit zu zahlreichen Einsätzen im gesamten Stadtgebiet und den Ortsteilen.

Bereits um 20:53 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Wörishofen erstmals zu einem umgestürzten Baum auf der Staatsstraße zwischen Bad Wörishofen und Dorschhausen alarmiert. Aufgrund der sich rasch entwickelnden Unwetterlage wurde umgehend die Einsatzzentrale der Feuerwehr Bad Wörishofen mit zwei Einsatzkräften besetzt. Von dort aus erfolgte die Koordination sämtlicher eingehender Einsatzmeldungen, unter anderem von der Integrierten Leitstelle Donau-Iller. Die Einsätze wurden nach Dringlichkeit priorisiert und den verfügbaren Einsatzkräften zur Abarbeitung zugewiesen.

Bis 02:40 Uhr am Mittwochmorgen wurden durch die Einsatzzentrale insgesamt 18 Einsätze aufgenommen und koordiniert. Diese gliederten sich wie folgt:

6 Einsätze wegen umgestürzter Bäume
– darunter ein Baum auf einem Lkw,
– mehrere Bäume über Fahrbahn, sowie auf geparkten PKW

6 Wasserschäden
– vollgelaufene Keller und überflutete Straßen

2 sturmbedingte Einsätze
– ein umgestürzter Bauzaun und eine Anforderung von Notdächern

 

Notdächer nach schwerem Sturmschaden in Apfeltrach

Besonders umfangreich gestaltete sich ein Einsatz in Apfeltrach. Dort wurde eine landwirtschaftlich genutzte Halle durch eine heftige Windböe erheblich beschädigt. Die örtlich zuständige Feuerwehr Apfeltrach sowie die Feuerwehr Mindelheim forderten daraufhin zwei Notdächer der Feuerwehr Bad Wörishofen sowie zusätzlich eine weitere Drehleiter nach.

Da Teile der Dachfläche massiv beschädigt worden waren, mussten gemeinsam mit der Feuerwehr Mindelheim insgesamt zwei Notdächer auf dem Hallendach angebracht werden, um weitere Wasserschäden bei erneutem Regen zu verhindern. Allein dieser Einsatz band die Kräfte der Feuerwehr Bad Wörishofen für mehr als vier Stunden.

 

Baum stürzt auf parkenden Lkw

Auf einem Parkplatz an der Staatsstraße 2015 in Richtung Türkheim stürzte ein Baum infolge des Sturms genau zwischen Fahrerhaus und Auflieger eines parkenden Lkw. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

Mithilfe der Drehleiter wurde der Baum aus dem Rettungskorb heraus Stück für Stück abgetragen und anschließend sicher entfernt.


Zwei Pkw auf Campingplatz beschädigt

Auch auf einem Campingplatz in der Walter-Schulz-Straße hinterließ das Unwetter deutliche Spuren. Dort stürzten zwei Bäume auf zwei abgestellte Pkw und verursachten erhebliche Sachschäden. Die Feuerwehr entfernte die Bäume und sicherte die Einsatzstelle. Glücklicherweise wurde auch hier niemand verletzt.

 

Kaum beendet – nächster Einsatz in Türkheim

Nachdem die letzten Unwettereinsätze gegen 02:45 Uhr abgeschlossen waren und die Einsatzkräfte auf eine kurze Verschnaufpause hofften, folgte bereits die nächste Alarmierung.

Die Drehleiter der Feuerwehr Bad Wörishofen rückte gemeinsam mit dem Begleitfahrzeug zu einem gemeldeten Brand beziehungsweise einer Rauchentwicklung in einem Gebäude (B3) nach Türkheim aus. Vor Ort konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Ursache war ein technischer Defekt an einem Elektrogerät, der zu Schmorgeruch geführt hatte.

 

Personenrettung am Mittwochmorgen

Lange Erholung blieb den Einsatzkräften jedoch nicht. Bereits am Mittwochmorgen wurde die Drehleiter erneut alarmiert – diesmal zu einer Personenrettung in die Hermann-Aust-Straße.

Ein Patient musste aufgrund seines Verletzungsmusters möglichst schonend aus dem vierten Obergeschoss gerettet werden. Da ein direktes Anleitern mit Krankentragenlagerung an das Dachgaubenfenster nicht möglich war, erfolgte die Rettung mithilfe einer Schleifkorbtrage und eines speziellen Verbindungsmittels zur Tragenrettung. Der Patient wurde kontrolliert zu Boden gebracht und anschließend an den Rettungsdienst sowie den Notarzt übergeben.


Die Feuerwehr Bad Wörishofen war damit über viele Stunden nahezu ohne Unterbrechung im Einsatz und arbeitete gemeinsam mit den beteiligten Feuerwehren sämtliche Einsatzlagen zügig und koordiniert ab.

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