Wie wird die Feuerwehr alarmiert?

Funkmeldeempfänger

Noch während ein Anrufer einen Notruf absetzt, gibt der Disponent in der Intengrierten Leitstelle die Schadensmeldung in einen Computer ein. Dieser weiss dann, je nach Einsatzort, Tageszeit und Schadensereignis, welche Feuerwehren mit wie viel Einsatzkräften alarmiert werden müssen. Über Funk werden dann automatisch die Alarmschleifen ausgelöst. Bei uns wird nicht mehr mit der Sirene, sondern über die "Stille Alarmierung" alarmiert. Dabei tragen die einzelnen Feuerwehrleute einen Meldeempfänger, den so genannten Piepser bei sich. Im Falle einer Alarmierung gibt der Piepser akustische Signale von sich und vibriert dazu.

Die Fahrt zum Feuerwehrgerätehaus

Wir Feuerwehrleute warten normalerweise nicht im Feuerwehrhaus auf einen Alarm sondern gehen irgendwo unserem Beruf nach oder geniessen unsere Freizeit. Erst wenn wir einen Alarm über den Piepser empfangen, fahren wir zum Feuerwehrhaus. Um zum Feuerwehrhaus zu gelangen benutzen wir unsere Privatfahrzeuge. Da jetzt unter Umständen jede Minute um Leben oder Tot anderer Menschen entscheiden kann, versuchen wir so schnell wie möglich zum Feuerwehrhaus zu gelangen. Um auf uns aufmerksam zu machen haben wir bei dieser Fahrt einen Aufsetzer mit der Aufschrift 'Feuerwehr im Einsatz' auf dem Dach und eventuell die Warnblinklichter und Lichter an.

Bei dieser Fahrt dürfen wir Sonderrechte in Anspruch nehmen. So müssen wir uns nicht an jedes Verkehrsschild oder an das Tempolimit halten. Wichtigstes Gebot ist aber, dass durch unsere Fahrt kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet werden darf. Allerdings haben wir kein Wegerecht, das heisst Sie müssen uns nicht die Vorfahrt gewähren (dies hat man nur mit eingeschalteten Martinshorn und Blaulicht). Es wäre aber sehr nett, wenn Sie uns trotzdem die Vorfahrt geben würden. Denn wir sind auf dem Weg um das Leben oder das Hab und Gut anderer Menschen zu schützen, und vielleicht warten ja Sie das nächste Mal auf unsere Hilfe.

Die Fahrt zur Einsatzstelle

Im Feuerwehrgerätehaus angekommen ziehen wir unsere persönliche Schutzausrüstung an. Dazu gehören Schutzanzug, Feuerwehrstiefel, Helm und Handschuhe. Während wir uns anziehen sagt ein Kamerad aus der Funkzentrale durch was passiert ist und wo der Einsatzort ist. Anhand der Ausrückordnung wissen wir jetzt auch, welche Fahrzeuge zu besetzen sind.

Auf der Fahrt im Feuerwehrfahrzeug zum Einsatzort legen wir eventuell zusätzliche Schutzausrüstungen an. So werden sich einige Kameraden bei einem Brand mit Atemschutzgeräten ausrüsten, bei Einsätzen mit verletzten Personen sind Aids-Handschuhe pflicht oder bei Verkehrsunfällen müssen wir zusätzliche Warnwesten tragen. In der Regel fahren wir jetzt auch mit Martinshorn und Blaulicht durch die Stadt, das heisst wir haben Vorfahrt. Wie sie sich richtig verhalten wenn Ihnen ein Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn entgegen kommt, können Sie in einem Merkblatt vom ADAC nachlesen.