Chemikalienschutzanzug

Chemieschutzanzug

Der Chemikalienschutzanzug kommt zum Einsatz, wenn an der Ein- satzstelle Gefahrstoffe vorhanden sind, vor denen nicht nur die Atemwege durch ein Atemschutzgerät, sondern der ganze Körper durch einen Vollschutzanzug geschützt werden muß. Die Kombination aus Viton-Außenschicht und der Innenschicht aus Butylkautschuk macht den Anzug flüssigkeits- und gasdicht sowie widerstandsfähig gegen eine Vielzahl von Chemikalien. Die Luftversorgung für den Anzugträger erfolgt durch einen Preßluftatmer, der im Anzug getragen wird.

 

Chemieschutzanzug

Vier Chemikalienschutzanzüge der Firma Dräger wurden im Jahr 1986 in Dienst gestellt. Bei 2 Einsätzen mussten diese Anzüge aufgrund der vorhandenen Schadstoffe eingesetzt werden. Im Jahr 2000 zum 125-jährigen Jubiläum wurden die mittlerweile 14 Jahre alten Anzüge durch vier neue Chemikalienschutzanzüge der Firma Auer ersetzt. Auch die neuen Chemikalienschutzanzüge kamen bereits bei einem Betriebsunfall mit frei werdendem Ammoniak im Freibad Am Sonnenbüchl zum Einsatz.

 

Das Arbeiten in einem Chemikalienschutzanzug ist körperlich sehr anstrengend. Die Einsatzzeit ist daher auf 20 Minuten begrenzt. Der Zeitraum von 20 Minuten umfasst den Hinweg zum eigentlichen Einsatzort, die Arbeit am Einsatzort, den Rückweg und auch die Reinigung und Dekontamination des Anzuges am Dekontaminationsplatz. Erst wenn der Anzug außen von möglichen Gefahrstoffen gereinigt ist, kann der Atemschutzgeräteträger den Anzug verlassen. Solange muß der Luftvorrat seines Preßluftatmers reichen.

 

Chemieschutzanzug

Um eine größere Luftreserve und damit eine größere Zeitreserve für die Arbeiten am Dekontaminationsplatz zu haben (und nicht um die Einsatzzeit für die Arbeiten am Einsatzort zu verlängern), wird bei der Freiw. Feuerwehr Bad Wörishofen im Chemikalienschutzanzug der Langzeit-Preßluftatmer verwendet. Die Einhaltung der vorgegebenen Einsatzzeit wird wie bei einem normalen Atemschutzeinsatz mit der Atemschutzüberwachungstafel sichergestellt.