Atemschutzüberwachungstafel

Atemschutzüberwachung

Mit Hilfe der Atemschutzüberwachungstafel erfolgt eine Druck- und Zeitkontrolle für die eingesetzten Atemschutztrupps. Voraussetzung dafür ist unter anderem auch eine ständige Funkverbindung zwischen der Atemschutzüberwachung und den Atemschutztrupps. Für die Durchführung der Atemschutzüberwachung gibt es verschiedene Einsatzkonzepte. Bei einer zentralen Atemschutzüberwachung werden alle eingesetzten Atemschutz-trupps von einer zentralen Stelle aus überwacht.

Bei der dezentralen Atemschutzüberwachung, wie sie von der Freiw. Feuerwehr Bad Wörishofen praktiziert wird, ist jeder Fahrzeugführer bzw. Gruppenführer für die von ihm eingesetzten Atemschutztrupps selbst verantwortlich. Aus diesem Grund wird in jedem Einsatzfahrzeug mit Atemschutzgeräten auch eine eigene Atemschutzüberwachungstafel mitgeführt. Ob der Fahrzeugführer die Durchführung der Atemschutz- überwachung selbst übernimmt oder er diese Aufgabe z.B. an den Maschinisten oder eine andere ihm unterstellte Einsatzkraft überträgt, hängt von der konkreten Einsatzsituation ab.

Am Schlüssel des Bewegungsmelders, der am Preßluftatmer angebracht ist, befindet sich auch die Plakette, mit der die Atemschutzüberwachungstafel in Betrieb genommen wird. Wird der Schlüssel abgezogen, ist der Bewegungsmelder aktiviert. Sobald die Plakette in den entsprechenden Einschub der Atemschutzüberwachungstafel gesteckt wird, beginnt automatisch die Zeitmessung und die digitale Uhr zeigt die vorgegebene Einsatzdauer an. Bei einem Preßluftatmer mit einer Atemluftflasche sind dies 30 Minuten, bei einem Langzeit-Preßluftatmer 60 Minuten.

 

Atemschutzüberwachung

Auf der Atemschutzüberwachungs-tafel sind verschiedene Abfragen in einer Art "Checkliste" aufgeführt. Beim Abarbeiten dieser Aufgaben muß der Verantwortliche immer wieder über Funk Kontakt zu den eingesetzten Atemschutztrupps aufnehmen und z.B. den Restdruck der Atemluftflaschen abfragen. Darüber hinaus kann er aus Einsatzzeit und Restdruck den Atemluftverbrauch des Trupps abschätzen und damit auch den Zeitpunkt für den Rückzug der Atemschutztrupps ermitteln.

Nach 10 Minuten und 20 Minuten Einsatzdauer erinnert ein akustisches Signal die Atemschutzüberwachung daran, eine entsprechende Abfrage durchzuführen. Diese regelmäßige Kontaktaufnahme gewährleistet, dass kein Atemschutztrupp vergessen wird, bzw. ein möglicher Atemschutzunfall möglichst schnell bemerkt wird, bevor die vorgegebene Einsatzzeit für diesen Atemschutztrupp überschritten hat.

Liegt ein Atemschutzunfall vor oder ist der Funkkontakt zu einem Atemschutztrupp abgebrochen, sind daher unverzüglich Rettungs-maßnahmen einzuleiten. Es kommt dann ein Sicherheitstrupp zum Einsatz, der grundsätzlich bei jedem Atemschutzeinsatz von Anfang an für evtl. notwendige Rettungsmaßnahmen bereit gestellt werden muß. Dieser Sicherheitstrupp geht mit entsprechender Rettungsausrüstung (z.B. Faltschleiftrage, Bergetuch, Rettungs-Preßluftatmer) vor.

Der unverzügliche Einsatz des Sicherheitstrupps erfolgt im Interesse der eingesetzten Atemschutztrupps, selbst wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass lediglich der Funkkontakt abgerissen und der Atemschutztrupp ansonsten wohlauf ist.