Drehleiter DLK 23/12 GL-T CS

Drehleiter 23/12 GL-T CS

Funkrufname: "Florian Bad Wörishofen 30/1"

Die Drehleiter wird hauptsächlich zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die häufigste Einsatzart stellt mittlerweile die Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Personenrettung mit der Krankentragenhalterung am Rettungskorb dar.

Am 04.07.2007 wurde die Magirus-Drehleiter aus dem Jahr 1979 durch eine neue Drehleiter ersetzt. Fahrgestell und Aufbau der neuen Drehleiter mit der Bezeichnung DLK 23/12 GL-T CS stammen ebenfalls von der Firma Iveco-Magirus aus Ulm. Das Fahrzeug ist in Tagesleuchtfarbe lackiert.

An der Spitze des 5-teiligen Leitersatzes ist als Besonderheit ein 3,50 Meter langer abwinkelbarer Gelenkarm angebracht, der durch ein eingeschobenes teleskopierbares Leiterteil auf insgesamt 4,70 Meter verlängert werden kann. Der an der Leiterspitze montierte 3-Mann-Rettungskorb mit einer Nutzlast von 270 kg verfügt über insgesamt 3 Xenon-Scheinwerfer zur Ausleuchtung der Einsatzstellen. An zwei Multifunktionssäulen kann verschiedenes Zubehör angebracht werden, wie z.B. die Krankentragenlagerung mit 200 kg. Nutzlast, der Wasserwerfer oder der Rollgliss-Galgen. Im obersten Leiterteil ist für die Wasserförderung eine fest verlegte Steigleitung vorhanden. Am untersten Leiterteil sind zur Beleuchtung des ausgefahrenen Leitersatzes ebenfalls 2 Xenon-Scheinwerfer angebracht.

Durch die vorhandene Memory-Steuerung besteht die Möglichkeit, einprogrammierte Zielpunkt automatisch anzufahren. Weiterhin verfügt die Drehleiter über eine Kranfunktion. Mit der an der Unterleiter angebrachten Lastöse können Lasten bis zu 4 Tonnen angehoben und bewegt werden. Bei der Schachtrettungsfunktion bleibt die Leiterspitze beim Anheben des Leitersatzes immer senkrecht über dem Ausgangspunkt. Diese Funktion erleichtert das Anheben von Personen oder Gegenständen aus engen Kanälen oder Schächten.

Die Beladung des Fahrzeuges wurde zum Teil von der alten Drehleiter übernommen. Dazu gehört das Abseilgerät "Roll-Gliss" ebenso wie ein Sprungretter Typ Lorsbach und 2 Gerätesätze Absturzsicherung mit Zubehör, zwei Kettensägen (benzinbetrieben und elektrisch) sowie ein Wendestrahlrohr mit Hohlstrahldüse und variabler Durchflussmenge von 200 Liter/Minute bis 950 Liter/Minute. Die alte Rettungswanne wurde ersetzt durch eine Schleifkorbtrage, wie sie auch im Rüstwagen mitgeführt wird. Neu hinzu gekommen zur Beladung sind 2 Preßluftatmer der Firma Interspiro. Auch diese beiden Geräte sind baugleich mit den übrigen Preßluftatmern, die bei der Freiw. Feuerwehr Bad Wörishofen vorhanden sind.

Der mitgeführte tragbare und schallgedämmte 13-kVA-Stromerzeuger kann sowohl vom Hauptbedienstand, als auch vom Rettungskorb aus ferngestartet werden. Die Stromversorgung für den Notbetrieb der Drehleiter erfolgt ebenfalls über den Stromerzeuger.

Über die im Fahrzeug vorhandene "Rett-Box Air" mit 230-Volt-Einspeisung und Drucklufteinspeisung kann die gesamte Stromversorgung für die Drehleiter über den Stromerzeuger erfolgen, ohne dass der Fahrzeugmotor laufen muß.

Am Fahrzeugheck ist eine Rückfahrkamera eingebaut.